Wissen ist nicht Verstehen

Mehrere Minuten Lachen und Staunen ist euch sicher! Wissen ist nicht Verstehen und nach diesem Video kann man das auch greifen. Jetzt gilt es nur noch diese Einsicht didaktisch, methodisch und pädagogisch umzusetzen – als Lernender und Lehrender. Vorübergehendes Scheitern gehört dazu, das lernt man in diesem fulminanten Beitrag :))

mBot – Informatik

Dieser kleine Kerl zaubert nicht nur Programmieranfängern ein Lächeln auf das Gesicht! Und dazu ist er mittlerweile fester Bestandteil des Informatikunterrichts an Sekundarschulen.

https://youtu.be/chkpweFx6G4

Geoguessr

Geographisches Sehen kann ganz einfach und mit viel Spaß angebahnt werden. Geoguessr ist ein Tool, das uns dabei hilft. Wir können es alleine oder in Gruppen nutzen, der Ahaeffekt ist garantiert. SIe sehen Landschaftsbilder und müssen Vermutungen anstellen, wo Sie sich befinden (guess). Anhand einer Weltkarte können SIe sehen, ob Sie “richtig” lagen oder das Ziele vielleicht um ein paar tausend Kilometer verfehlt haben.

Kahoot

Kahoot

Kahoot ist ein Onlinequiz. Sie können damit am Ende einer Lernphase oder einer EInheit das Wissen der Schüler abfragen und das ganze macht auch noch eine Menge Spaß. Kahoot kann sehr einfach mit eigenen Fragen befüllt werden. Wer auf die Schnelle etwas sucht, um seinen Unterricht aufzulockern, findet sehr wahrscheinlich schon fertige Quizzes. Der Reiz für die Schüler liegt wohl im anderen Format: keine Lehrerabfrage, sondern ein Wettbewerb mit den Mitschülern. Es lohnt sich auf jeden Fall, das einmal anzuschauen. Kahoot kann man in der Gruppen oder alleine auf seinem Smartphone “spielen”.

Wissen ist nicht Verstehen

Mehrere Minuten lang lachen, staunen und langsam begreifen, dass Wissen nicht Verstehen ist. Viel Vergnügen mit diesem Klassiker!

Differenzierung

Statistiken zum Thema Differenzierung werden gerne interessegeleitet gelesen und interpretiert. Mit der Effektstärke lässt sich hier ein wenig mehr Klarheit in ideologiebelastete Diskussionen bringen.

Der Unterschied in der Schullleistung ist die Effektstärke. Man kann die Effektstärke in einem Vorher- Nachher Vergleich messen. Wenn der Wert d< 0,4 beträgt, findet kaum Lernzuwachs statt. Ab d = 0,4  ist ein Lerneffekt nachweisbar (0,8 ist also ein sehr guter Wert)

Differenzierung beispielsweise landet mit d = 0,23 auf Platz 100. Das bedeutet, dass Differenzierung als solches keinerlei positiven Effekt auf das Lernen bewirkt. Nur das Zusammenspiel aus unterschiedlichen Faktoren, auf die entsprechenden Unterrichtssituationen kann zu einem positiven Lernergebnis führen. Ein schönes Beispiel hierfür ist die Klassen- oder Gruppengröße. Methoden, die für eine große Gruppe funktionieren oder auch nicht funktionieren, tun dies nicht per se in einer kleinen Klasse. 

Also alles beim Alten lassen? Wir tun gut daran, vor Neuerungen Erfahrungen aus anderen Schulsystemen und anderen Ländern ernst zu nehmen und zu überprüfen. Die empirische Befundlage ist riesig und es gibt nahezu nichts, was nicht schon erprobt wurde.

Hier geht es zu den Aktualisierungen der Hattiestudie.

Rang 1 – 14
Merkmale mit sehr starken Effekten d ≥ 0.60 

  • Selbsteinschätzung des eigenen Leistungsniveaus Lernende 1.44 
  • Kognitive Entwicklungsstufe (nach Piaget) Lernende 1.28
  • Formative Evaluation des Unterrichts Unterrichten 0.90
  • Micro-Teaching Lehrperson 0.88
  • Klarheit der Lehrperson Lehrperson 0.75
  • Feedback Unterrichten 0.73
  • Lehrer-Schüler-Beziehung Lehrperson 0.72
  • Meta-kognitive Strategien Unterrichten 0.69
  • Vorausgehendes Leistungsniveau Lernende 0.67

Rang 25 -53
Merkmale mit deutlichen Effekten  0.40 ≤ d  ≤ 0.60 

  • Lerntechniken Unterrichten 0.59
  • Direkte Instruktion Unterrichten 0.59
  • Häusliches Anregungsniveau Elternhaus 0.57
  • Sozioökonomischer Status Elternhaus 0.57
  • Ziele Unterrichten 0.56
  • Klassenzusammenhalt Schule 0.53
  • Effektive Klassenführung Schule 0.52
  • Elternunterstützung beim Lernen Elternhaus 0.51
  • Motivation Lernende 0.48
  • Fragenstellen Lernende 0.46

Rang 70 – 106
Merkmale mit geringen Effekten  0.20 ≤ d ≤ 0.40 

  • Aktive Lernzeit Unterrichten 0.38
  • Schulleitung Schule 0.36
  • Reduzieren von Unterrichtsstörungen Unterrichten 0.34
  • Induktives Vorgehen Unterrichten 0.33
  • Hausaufgaben Unterrichten 0.29
  • Finanzielle Ausstattung Schule 0.23
  • Individualisierung Unterrichten 0.23 Platz 100
  • Klassengröße Schule 0.21

Rang 111 – 133
Merkmale, die weder positive noch negative Effekte haben 0.00 ≤ d ≤ 0.20

  • Co-Teaching/Team-Teaching Unterrichten0.19
  • Außercurriculare Aktivitäten Curriculum0.17
  • Gender Lernende0.12
  • Jahrgangsübergreifende Klassen Schule0.04
  • Freiarbeit Unterrichten 0.04
  • Offene Klassenzimmer/Offene Lehr- u. Lernformen Schule 0.01

Interpretationshilfen
Rangliste
Literatur